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Störungs- und Notfallmanagement: Krisenkommunikation und Stabsübung

Kurs einzeln oder als Fachprogramm Geprüfter Notfallmanager GDCh® (m/w/d) buchbar

Kurs-ID: 920/23

Themen-Highlights

Risikokommunikation

Krisenkommunikation

Medienarbeit

Praktische Durchführung einer Stabsübung

Übung einer Pressekonferenz

Ziele & Inhalte

Brände, Explosionen, Stoffaustritte oder Unfälle können gravierende Auswirkungen auf die Produktionsfähigkeit von Unternehmen haben und Personen, Umwelt, Anlagevermögen sowie das Image dauerhaft schädigen.


Ein bedeutender Teil des Krisenmanagements ist die Krisenkommunikation. Sie verlangt genauso wie das Krisenmanagement klare Strukturen und vorbereitete Strategien. In Krisen ist es erforderlich, bei allen Verantwortlichen den gleichen Informations- und Wissensstand sicherzustellen sowie Medien und Bevölkerung möglichst umfassend, aktuell, widerspruchsfrei und wahrheitsgemäß zu informieren. Abstimmungsprozesse über Informationen, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind, müssen daher unbedingt schon im Umfeld festgelegt werden.

Die Krisenkommunikation verfolgt das Ziel, negative Auswirkungen von Betriebsstörungen oder anderen krisenhaften Ereignissen auf Image und Akzeptanz des betroffenen Unternehmens zu minimieren. Dies wird gewährleitet durch eine gezielte Kommunikation mit den Mitarbeitern, dem nachbarschaftlichen Umfeld und der Öffentlichkeit. Es gilt, die für das unternehmerische Handeln erforderliche Akzeptanz der betroffenen Anspruchsgruppen in einer Situation sicherzustellen, in der diese einer realen oder subjektiv empfundenen Gefährdung ausgesetzt worden ist. Die Krisenkommunikation sichert somit eine wesentliche Voraussetzung für das unternehmerische Handeln am Standort. Denn es besteht das Risiko, dass durch ein Schadensereignis oder durch eine subjektiv wahrgenommene Gefährdung die gesellschaftliche und politische Akzeptanz für den weiteren Betrieb und die zukünftige Entwicklung entzogen wird. Die adäquate Kommunikation mit Öffentlichkeit, Nachbarn und Politik im Rahmen der Krisenkommunikation ist damit auch eine Chance, Akzeptanz und Unterstützung für den Betrieb und für unternehmerische Entscheidungen zu erhalten.

Es ist in einer solchen Situation oft nicht ganz einfach, schnell ausgewogene und sachlich richtige Pressemitteilungen zu verfassen, auf deren Grundlage auch Veröffentlichungen auf Websites und Social-Media-Kanälen erfolgen können. Ein Pool an vorbereiteten und mit allen Beteiligten abgesprochenen Textbausteinen kann dabei wertvoll sein, weil sie dann im Akutfall nicht mehr im Einzelnen diskutiert, sondern nur noch der Schwere bzw. dem Ausmaß des Schadensereignisses angepasst werden müssen.

Die Ereignisbewältigung mit und in Notfallstäben weicht stark von den gewohnten Arbeitsweisen in der Normalorganisation ab. Für die Stabsarbeit sind klare Strukturen und stärker formalisierte Abläufe erforderlich. Diese Vorgehensweise führt zu einer großen Herausforderung für die Führung und die Mitarbeit in den Teams der Notfallstäbe. Ergänzend zu den theoretischen Grundlagen der Ereignisbewältigung sammeln Sie im zweiten Teil praktische Erfahrungen im Rahmen einer Stabsübung mit einem realistischen Szenario in Echtzeit.

Dieser praktische Teil dient gleichzeitig als Abschlussprüfung für die Kursreihe „Geprüfter Notfallmanager GDCh (m/w/d)“.

 

Der Kurs vermittelt die Grundlagen der Risiko- und Krisenkommunikation sowie die dazu erforderlichen Strukturen und Strategien. Beispiele aus dem Industriepark Höchst sowie weitere branchentypische Fallbeispiele vermitteln, wie Sie sich umfassend auf eine Krise vorbereiten und kommunikativ bewältigen können.

Zwei ehemalige Notfallmanager des Industriepark Höchst inszenieren eine Stabsübung mit einem realistischen Szenario in Echtzeit und anschließender Pressekonferenz. Im Anschluss an die Übung werden die gesammelten Erfahrungen und Eindrücke im Rahmen einer Feed-Back-Runde besprochen und vertieft. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Funktionen und Rollen der Stabsteilnehmer sowie die Abläufe in den Stäben gelegt

Über die Kursleitung

Dr. Bernd Herber
Kursleitung

Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, Frankfurt am Main

Bernd Herber ist Humanmediziner und Facharzt für Arbeitsmedizin. Seit 2007 ist er bei der Infraserv GmbH tätig. Seine beruflichen Schwerpunkte liegen in der Arbeitshygiene und Humantoxikologie.
Zudem ist Herr Herber Fachberater im Einsatzstab des Industrieparks Höchst für medizinisch-humantoxikologische Fragestellungen. Des Weiteren übt er Expertentätigkeit bei (inter-)nationalen Beratungsprojekten auf den Gebieten der Arbeitshygiene, Humantoxikologie sowie Notfallmanagement aus.

Zusätzlich ist Herr Herber Dozent bei verschiedenen Fachgesellschaften (DGAUM, VDBW) sowie auf Kongressen und Workshops (z.B. HAI Berlin, AKNZ Bad Neuenahr-Ahrweiler, CMC Ulm) und hat einen Lehrauftrag an der Universität Mainz für das Fach Arbeitsmedizin.

Sebastian Baum

Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, Frankfurt am Main

Sebastian Baum ist als Referent Krisenkommunikation Teil der Unternehmenskommunikation von Infraserv Höchst. Zuvor war er als Journalist für TV- und Zeitungsredaktionen sowie als Kommunikations-berater einer PR-Agentur tätig. In der Krisenkommunikation des Industrieparks Höchst ist Herr Baum für die Organisation des unternehmensübergreifenden Kommunikationsbereitschaftsdienstes und des Bürgertelefons im Stab Gefahrenabwehr ebenso verantwortlich, wie für deren Qualifikation, Koordination und die technischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen.
Ehrenamtlich ist er in Führungsfunktion in Feuerwehr und Katastrophenschutz aktiv. 

Dr. Martin Schnauber

Schnauber Emergency Management & Crisis Management Consulting (SEMCMC)

Martin Schnauber ist seit 2021 selbstständig. Gleichzeitig ist er Senior Consultant bei der Verismo GmbH und verantwortet dort die Themenbereiche Notfall- und Krisenmanagement als Berater und Dozent in Seminaren und Schulungen.
Herr Schnauber bringt eine 15-jährige praktische Berufserfahrung als hauptamtlicher Notfallmanager in einem großen Industriepark mit 90 Unternehmen und 22 000 Mitarbeitern der chemischen und pharmazeutischen Industrie mit. Sein primäres Betätigungsfeld waren das Notfall- und das Krisenmanagement bei Schadenereignissen sowie die Prävention von Notfällen. Er war für die Optimierung der Notfallorganisation des gesamten Industrieparks und die Optimierung des Krisenmanagements für die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG zuständig. Darüber hinaus unterstützte Herr Schnauber Unternehmen der Pharma-, Chemie-, Metall-, Automobil-, Logistik- und Stahlindustrie bei der Erstellung und Implementierung sowie dem Training von Notfall- und Krisenmanagement-Systemen.

Zeitplan

1. Veranstaltungstag
9:00 Einführung / Vorstellung der Referierenden und der Teilnehmenden
Einführung in das Fachprogramm
9:30 Risikokommunikation
- Definition und Grundsätze
- Ziele, Inhalte, Aufgaben
10:00 Krisenkommunikation
- Grundlagen
- Kommunikationsstrategie
- Zielgruppengerechte Krisenkommunikation
  • Kommunikation mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
  • Kommunikation mit Nachbarn und Kunden
  • Kommunikation mit den Medien
12:00 Social Media in der Risiko- und Krisenkommunkation
12:30 Mittagspause
13:30 Medienarbeit
- Medieninformation
- Pressekonferenz
- Presseanfrage und Interview
14:30 Fallbeispiele
16:15 Nachbereitung der Krisenkommunikation
16:45 Abschlussdiskussion zum 1. Tag, Feedback der Teilnehmenden
17:15 Voraussichtliches Ende des ersten Veranstaltungstages
 
2. Veranstaltungstag
9:00 Begrüßung der Teilnehmenden und Nachlese des 1. Tages (Schnauber, Herber)
9:15 Einführung in die Stabsübung
10:15 Kaffeepause
10:30 Praktische Durchführung einer Stabsübung mit realistischem Szenario in Echtzeit
13:00 Mittagspause
14:15 Übung einer Pressekonferenz
15:00 Feed-Back-Runde und Auswertung der Stabsübung
16:15 Kaffeepause
16:30 Abschlussgespräch über den gesamten Kurs „Geprüfter Notfallmanager GDCh (m/w/d)“
17:15 Voraussichtliches Ende der Veranstaltung

Zielgruppe


  • Geschäftsführungen
  • Personalabteilung/Personalreferenten
  • Führungskräfte von innerbetrieblichen Rettungsdiensten bzw. Werk- bzw. Betriebsfeuerwehren
  • Verantwortliche für die Organisation unternehmensinterner Notfall- bzw. Krisenstäbe
  • Teilnehmer und Verantwortliche in unternehmensinternen Notfall- bzw. Krisenstäben
  • Leitungsfunktionen in der Unternehmenssicherheit
  • HSEQ-Verantwortliche
  • Unternehmenskommunikatoren

Teil des Fachprogramms

Geprüfter Notfallmanager GDCh® (m/w/d)

Unvorhergesehene Ereignisse können massive und im Extremfall existenzbedrohliche Folgen für ein Unternehmen haben. Aus diesem Grund müssen im Vorfeld kritische Notfallsituationen betrachtet werden, um präventiv Handlungsoptionen zu entwickeln. Neben den monetären Folgen durch Brände, Explosionen, Stoffaustritte ebenso wie Radikalisierung oder Terror sowie Unfälle oder Naturereignisse kann hierdurch auch das Image dauerhaft geschädigt werden und sich so Schwierigkeiten ergeben können, z.B. beim Wiederaufbau oder Umbau eines Betriebs.

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