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Störungs- und Notfallmanagement: Medizinische Notfallsituationen im Arbeitsumfeld

Kurs einzeln oder als Fachprogramm Geprüfter Notfallmanager GDCh® (m/w/d) buchbar

Kurs-ID: 911/22

Themen-Highlights

Pandemie und Stabsarbeit

Krisenintervention

Der psychiatrischer Notfall

Präventionsmöglichkeiten

Der chemietypische Unfall

Der Tod im Umfeld des Arbeitsplatzes

Prävention Posttraumatische Belastungsstörung, PTBS

Auf Basis von erprobten Praxisbeispielen des Industrieparks Höchst

Ziele & Inhalte

Schwere und auch tödliche Arbeitsunfälle sind glücklicherweise eher selten, können jedoch bedauerlicherweise nicht vollständig ausgeschlossen werden. Kommt es neben den unmittelbaren Personenschäden auch noch zu Auswirkungen auf die Nachbarschaft z. B. durch chemische Kontaminationen, wird ein solches Ereignis zu einer erheblichen medialen Aufmerksamkeit führen. 


Vom Notfallmanagement eines Unternehmens sollten solche Ereignisse und deren Abarbeitung üblicherweise betrachtet werden. Es bietet sich an, hier auch medizinisches, toxikologisches und arbeitshygienische Know-how mit einzubinden. Lernen Sie im Seminar die organisatorischen Vorgehensweisen am Beispiel des Industrieparks Höchst, um für den Fall einer „chemischen Lage“ schnellstmöglich eine geeignete Gefahrenabwehr durchführen zu können.

Ebenso kann eine sich global ausbreitende Infektionskrankheit zu erheblichen Schwierigkeiten im Weiterbetrieb eines Unternehmens führen, wie die Corona-Pandemie eindrücklich zeigte. Am Beispiel des Corona-Krisenstabs der Infraserv Höchst zeigen wir Ihnen, wie der Weiterbetrieb der kritischen Infrastruktur an einem großen Chemie-Standort ermöglicht wird.

Neben den genannten Ereignissen sind weitere medizinische Notfallsituationen im Arbeitsumfeld auch in Bezug auf das Notfallmanagement zu betrachten: So können insbesondere psychiatrische Erkrankungen (z. B. paranoides Erleben, depressive Verstimmungen) oder schicksalhafte Todesfälle am Arbeitsplatz zu einer erheblichen Innen- und Außenwirkung führen. 

Anhand von Beispielen stellen wir Ihnen entsprechende Ereignisse vor und geben Ihnen adäquate Handlungsvorschläge an die Hand. Insbesondere psychiatrische Krankheitsbilder beschreiben wir Ihnen, auch für den Nichtmediziner und geben Ihnen Hinweise zur Prophylaxe von posttraumatischen Belastungsstörungen und der Krisenintervention.

Ihr Nutzen:

  • Der Kurs vermittelt Ihnen anhand von Beispielen die Herausforderungen für das betriebliche Notfallmanagement aufgrund von medizinischen Ereignissen bzw. Ereignissen mit eheblichen medizinischen Auswirkungen, auch auf Nachbarn.
  • Gemeinsam mit Ihnen erörtern wir konkrete Fragestellungen und Probleme sowie mögliche Lösungsmöglichkeiten.

Ihr Zusatznutzen:
Der Kurs ist Bestandteil des Fachprogramms „Geprüfter Notfallmanager GDCh® (m/w/d)“. Nehmen Sie am gesamten Fachprogramm teil und profitieren Sie von dieser umfangreichen Zusatzqualifikation.

Über die Kursleitung

Dr. Bernd Herber
Kursleitung

Infraserv GmbH & Co. Höchst KG

Bernd Herber ist Diplom-Chemiker, Humanmediziner und Facharzt für Arbeitsmedizin. Seit 2007 ist er bei der Infraserv GmbH mit den beruflichen Schwerpunkten Arbeitshygiene und Humantoxikologie, Fachberater im Einsatzstab des Industrieparks Höchst für medizinisch-humantoxikologische Fragestellungen, Expertentätigkeit bei (inter-)nationalen Beratungsprojekten auf den Gebieten der Arbeitshygiene, Humantoxikologie und Notfallmanagement. Zusätzlich ist Herr Herber Dozent bei verschiedenen Fachgesellschaften (DGAUM, VDBW) sowie auf Kongressen und Workshops (z.B. HAI Berlin, AKNZ Bad Neuenahr-Ahrweiler, CMC Ulm), weiterhin besteht ein Lehrauftrag an der Universität Mainz für das Fach Arbeitsmedizin.
Dr. Martin Kern

Arbeitsmedizinischen Zentrums im Industriepark Höchst

Martin Kern, Facharzt für Innere Medizin und Arbeitsmedizin, studierte Medizin an der Uni Mainz. Nach Abschluss seines Studiums im Jahr 1990 war er zunächst Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Inneren Medizin und Radiologie an der Universitätsklinik in Mainz. 1997 wechselte er in den Industriepark Höchst. Dort absolvierte er eine Ausbildung zum Facharzt für Arbeitsmedizin und war seit 2001 Leiter des Arbeitsmedizinischen Zentrums im Industriepark Höchst, seit 2016 Leiter des Bereichs Arbeits- und Gesundheitsschutz. Herr Kern wirkt in verschiedenen Ausschüssen mit, u. a. ist er als Arbeitgebervertreter und stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Arbeitsmedizin beim BMAS. 

Schwerpunkte seines Aufgabengebietes: Betriebliches Gesundheitsmanagement, Gesundheitsökonomische Fragestellungen

Bärbel Schiffner

Bärbel Schiffner ist Fachärztin für Innere Medizin und Fachärztin für Psychosomatische Medizin. Sie hat in diesem Bereich 14 Jahre im teilstationären und vollstationären Bereich gearbeitet, die gesamte Bandbreite der psychosomatischen Erkrankungen behandelt. Frau Schiffner schätzt die Arbeit in der Arbeitsmedizin auch deshalb ganz besonders, weil sie auf diesem Gebiet präventiv frühzeitig Handlungsempfehlungen aussprechen und Hinweise für die Richtung der Behandlung geben kann.

Sie verfügt auch über die Zusatzbezeichnung der Notfallmedizin, hat klinische medizinische Erfahrung im Justizvollzug und in der Akutpsychiatrie.

Zeitplan

1. Veranstaltungstag
9:00 Einführung / Vorstellung des betreuenden Referenten (Herber) und der Teilnehmenden
Einführung in das Fachprogramm
9:30 Präventionsmöglichkeiten (Herber)
10:30 Kafeepause
11:00 Der chemietypische Unfall – Allgemeiner Teil (Herber)
12:30 Mittagspause
13:30 Der chemietypische Unfall – Spezieller Teil (Herber)
15:00 Kaffeepause
15:15 Pandemie und Stabsarbeit (Kern)
17:00 Abschlussdiskussion zum 1. Tag, Feedback der Teilnehmenden (Kern, Herber)
17:30 Voraussichtliches Ende des 1. Veranstaltungstages
2. Veranstaltungstag
9:00 Begrüßung der Teilnehmenden und Nachlese des 1. Tages (Schiffner, Herber)
9:15 Krankheitsbilder Psychiatrie und Psychosomatik (Schiffner)
10:00 Kaffeepause
10:15 Medizinische Grundlagen psychiatrischer Notfälle (u. a. Umgang mit agitierten, Selbstverletzung, Suizidalität, Psychose) (Schiffner)
11:45 Mittagspause
12:45 Fallbeispiele von psychiatrischen Notfällen sowie Tod und Sterben im betriebl. Umfeld (Organisation, Zuständigkeiten) (Herber)
14:15 Kaffeepause
14:30 Posttraumatische Belastungsstörung und deren Prävention, Krisenintervention (Schiffner)
16:00 Kaffeepause
16:15 Prävention, Resilienz, Fragen (Schiffner)
17:00 Abschlussdiskussion zum 2. Tag, Feedback der Teilnehmenden
17:30 Voraussichtliches Ende der Veranstaltung

Zielgruppe


  • Geschäftsführungen 
  • Personalabteilung/Personaleferenten 
  • Führungskräfte von innerbetrieblichen Rettungsdiensten und Werk- bzw. Betriebsfeuerwehren
  • Leitungsfunktionen in der Unternehmenssicherheit (Security)
  • HSE-Verantwortliche 
  • Unternehmenskommunikatoren

Teil des Fachprogramms

Geprüfter Notfallmanager GDCh® (m/w/d)

Unvorhergesehene Ereignisse können massive und im Extremfall existenzbedrohliche Folgen für ein Unternehmen haben. Aus diesem Grund müssen im Vorfeld kritische Notfallsituationen betrachtet werden, um präventiv Handlungsoptionen zu entwickeln. Neben den monetären Folgen durch Brände, Explosionen, Stoffaustritte ebenso wie Radikalisierung oder Terror sowie Unfälle oder Naturereignisse kann hierdurch auch das Image dauerhaft geschädigt werden und sich so Schwierigkeiten ergeben können, z.B. beim Wiederaufbau oder Umbau eines Betriebs.

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